3. Liga

Talentierter Torjäger: Henrik Koch Analyse

Der 17-jährige Henrik Koch von Arminia Bielefeld gehört zu den talentiertesten Nachwuchstalenten Deutschlands. Ballorientiert analysiert den Stürmer und dessen Qualitäten.
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Spieleranalyse: Henrik Koch 

29 Scorerpunkte in 14 U-17-Bundesliga Einsätzen – dass der Bielefelder Koch Potenzial mitbringt, wird angesichts dieser Zahlen keinen überraschen. In unserer Analyse erfahrt ihr mehr über die Qualitäten des Stürmers. Vor einigen Tagen schrieb der damals noch 16-Jährige bereits Arminia Geschichte und wurde durch seinen Treffer im Landespokal der jüngste Bielefelder Torschütze aller Zeiten in einem Pflichtspiel.

Henrik Koch: Torjäger mit Instinkt

Besonders hervorstechend ist Kochs ausgeprägter Torriecher und seine Instinkte im gegnerischen Sechzehner. Er versteht es, nicht nur mit seinem starken rechten Fuß, sondern auch mit links und per Kopf abzuschließen. Seine Bewegungen im Strafraum sind beeindruckend, er findet oft die richtigen Räume, um sich in aussichtsreiche Positionen zu bringen. Auch mit dem Rücken zum Tor bringt er Qualitäten mit – wenngleich er diese im physischeren Herrenbereich noch nachweisen muss. In der U-17 war er ein gut geeigneter Zielspieler, der absolut überdurchschnittlich viele lange Bälle festmachen konnte.

Kochs Laufwege und Ausweichbewegungen

Gerne sprintet er auch die Tiefe hinter der gegnerischen Abwehr an. Problematisch ist hierbei mitunter sein fehlender Top-Speed, den er aber durch ein cleveres Einsetzen seines Körpers so gut es geht ausgleicht. Henrik Koch hält aber nicht nur das Zentrum, sondern weicht gerne auf den Flügel aus und öffnet dadurch auch regelmäßig Räume für seine Mitspieler. In der Folge schlug er in der abgelaufenen U-17 Saison 3 Flanken pro Spiel und brachte diese mit einer guten Quote an den eigenen Mann.

Viel Risiko: Henrik Koch im Passspiel und Dribbling

Mit Ball am Fuß sucht Koch stetig das Risiko. Beim Passspiel war seine Quote mit lediglich 60% angekommenen Pässen schlecht – wird aber dadurch relativiert, dass er stets den Weg in die Tiefe sucht und immer sofort den kreativen Vertikalpass wählt. Auch wenn dadurch einige Ballverluste entstehen, konnte er dadurch viele Chancen kreieren und viele Tore vorbereiten. Ähnlich verhält es sich bei seinen Dribblings. Über 7x pro 90 Minuten suchte er zuletzt das Dribbling – manchmal auch in aussichtslosen Situationen gegen mehrere Mitspieler, weshalb am Ende die Erfolgsquote lediglich bei 46% lag. Ähnlich wie beim Passspiel muss Koch somit noch lernen, den richtigen Moment für das Dribbling oder das sichere Abspiel zu wählen und insgesamt an seiner Entscheidungsfindung arbeiten, was aber für sein Alter absolut normal ist.

Luft nach oben gegen den Ball

Trotz seiner hohen Workrate hat sein Spiel gegen den Ball noch viel Luft nach oben. Unterdurchschnittlich viele abgefangene Pässe und eine eher schwache Zweikampfquote in der Defensive bestätigen diesen Eindruck. Sein Einsatz stimmt aber immer, manchmal schießt er dabei sogar über das Ziel heraus und begeht folglich unnötige Fouls. Trotz einiger Entwicklungsbereiche wird Henrik Koch zweifellos früher oder später im Profifußball auf sich aufmerksam machen. Die Tatsache, dass die Verantwortlichen von Arminia dies bereits erkannt haben, zeigt sich darin, dass Koch bereits in den Mannschaftsrat der Profimannschaft berufen wurde.

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Quellen:
wyscout.com
https://xvalue.ai/stats
transfermarkt.de
https://www.arminia.de/

Co-Founder & Analyst bei ballorientiert

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