Bundesliga

Physis, Kopfball und Spielaufbau – Patric Pfeiffer Analyse

Patric Pfeiffer steht kurz vor der Unterschrift beim Augsburg. Doch was macht den 23-jährigen Innenverteidiger so besonders? Eine Analyse zum ablösefreien Neuzugang vom Aufsteiger SV Darmstadt 98 inkl. Spielweise mit Stärken & Schwächen.
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Patric Pfeiffer: schnell, robust und kopfballstark

Pfeiffer sticht vor allem durch seine imposante Physis heraus. Mit einer Größe von 1,96 Metern ist er nicht nur robust, sondern verfügt auch über beeindruckende Schnelligkeit, die mit über 34 km/h gemessen wurde. Seine Sprungkraft ermöglicht ihm, seine Kopfballstärke effektiv einzusetzen, wodurch er starke 73% seiner Luftduelle gewinnt. Besonders gefährlich ist er bei Standardsituationen, wo er alle seine vier Saisontore per Kopf nach Eckbällen erzielt hat – Spitzenwert in der Liga.

Starkes Stellungsspiel & Antizipation

Die beeindruckende Physis von Pfeiffer spiegelt sich auch in seinem Defensivverhalten wider. Seine kraftvollen Zweikämpfe schüchtern die Angreifer häufig ein und führen dazu, dass sie direkte Duelle mit ihm meiden. Dennoch gelingt es ihm, viele Bälle zu erobern. Dank seiner starken Antizipationsfähigkeiten hat in dieser Zweitliga-Saison kaum ein anderer Innenverteidiger mehr gegnerische Pässe abgefangen als Pfeiffer. Die Tatsache, dass er nicht so viele direkte Zweikämpfe führt, kann auch auf die eher raumorientierte Verteidigung von Darmstadt zurückzuführen sein. Dennoch wählt er das richtige Timing, um in direkte Duelle zu gehen und den Ball zu gewinnen. Es sei jedoch angemerkt, dass seine enorme Physis gegen kleinere, beweglichere Stürmer auch zu seinem Nachteil werden kann, was seine Erfolgsquote in isolierten 1-gegen-1-Duellen beeinflusst. Dennoch weiß er solche Situationen durch sein gutes Stellungsspiel und seine Präsenz im Keim zu ersticken.

Starke Diagonalpässe

Obwohl Pfeiffers Passquote eher bescheiden ist, darf man nicht den Fehler machen anzunehmen, er sei kein Spieler für den Spielaufbau. Hier kommt wiederum die direkte Spielweise von Darmstadt ins Spiel. Tatsächlich ist Pfeiffer ein wichtiger Akteur in der Spieleröffnung. Insbesondere seine präzisen langen Diagonalpässe sorgen immer wieder für Fortschritte im Spiel der Lilien. In dieser Zweitliga-Saison spielen nur zwei Innenverteidiger pro 90 Minuten mehr erfolgreiche Pässe ins Angriffsdrittel als Pfeiffer.

Perfect Match?

Zusammenfassend kann man sagen, dass der FC Augsburg einen vielseitigen Innenverteidiger mit nur wenigen eklatanten Schwächen erwartet. Patric Pfeiffer passt mit seinen Fähigkeiten gut zur Spielweise des FCA, der auf Physis, direktes Spiel und Standards setzt. Lediglich an die hohe Mannorientierung wird er sich noch gewöhnen müssen. Doch angesichts vieler Aspekte könnte der Transfer für beide Seiten ein voller Erfolg werden. Der FC Augsburg gewinnt einen talentierten und vielseitigen Verteidiger, während Pfeiffer die Chance erhält, sich in einer höheren Spielklasse weiterzuentwickeln und sein Potenzial voll auszuschöpfen.


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Quellen:
wyscout.com
instat.com
transfermarkt.de
Jøn123, Fassade WWK Arena im Dunkeln, CC BY-SA 4.0

Co-Founder & Analyst bei ballorientiert

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