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Moderner Sechser – Nikolas Sattlberger Analyse

Der 19-jährige Österreicher Nikolas Sattlberger vereint alle Fähigkeiten eines modernen Sechsers. Ballorientiert analysiert die Spielweise des Mittelfeldmanns von Rapid Wien inkl. seiner Stärken & Schwächen.
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Nikolas Sattlberger: moderner Sechser

Ist man auf der Suche nach einem modernen Sechser mit Spielintelligenz, Technik & Zweikampfpräsenz, so kommt man am 19-jährigen Österreicher Nikolas Sattlberger nicht vorbei.

Gute Leistungen von Sattlberger als Kapitän von Rapid Wien II

Lange Zeit von Verletzungsproblemen geplagt konnte sich der 19-jährige Österreicher Nikolas Sattlberger für die Profi-Mannschaft von Rapid Wien empfehlen. Als Kapitän der U21 von Rapid konnte er zwar den Abstieg aus der 2. Liga nicht verhindern. Jedoch machte Sattlberger mit guten Leistungen auf sich aufmerksam, die für einen Durchbruch in der kommenden Bundesliga-Saison sorgen könnten.

Sattlberger als Aufbauspieler

Nicht nur mit der Kapitänsbinde bei Rapid II beweist Sattlberger in jungen Jahren Verantwortungsbewusstsein. Auch im Spielgeschehen versucht er als Aufbauspieler und tiefer Spielgestalter (45 Pässe / 90min) Verantwortung zu übernehmen. Häufig lässt sich der 1,91-m-Mann zwischen die Innenverteidiger fallen, um die Bälle abzuholen. Durch seine gute Positionierung ist er stets anspielbar (27 empfangene Pässe / 90min). Mit seiner guten Technik nimmt er zudem den Ball sicher mit und kann in der Folge den Spielaufbau forcieren.

Sattlberger pressingresistent & passstark

Aufgrund seiner engen Ballführung behauptet er sich auch unter direktem Gegnerdruck und bewahrt die Ruhe. Entweder geht er mit seiner Cleverness am Ball einem Zweikampf präventiv aus dem Weg. Oder Sattlberger bringt den Pass präzise (80%+) zu seinen Mitspielern. In Verbindung mit seiner schnellen & guten Entscheidungsfindung kann er somit auch auf engstem Raum das Tempo im Spiel im seiner Mannschaft diktieren.

Sattlberger zurückhaltend im Übergangsspiel

Dass Sattlberger in Anbetracht seiner tiefen Positionierung nicht für die Kreation von Torgefahr (0,2 Schlüsselpässe / 90min) verantwortlich ist, scheint logisch. Allerdings könnte sein Beitrag beim Übergangsspiel ins letzte Drittel (6 Pässe / 90min) etwas höher sein. Ebenso ist die Präzision bei langen Pässen (40%+) ausbaufähig. Nichtsdestotrotz verteilt der U21-Nationalspieler mit seinem scheinbar einfachen Spiel viele Bälle. Dies macht sich unter anderem daran bemerkbar, dass er in der 2. Liga der Mittelfeldspieler mit den meisten Querpässen pro 90 Minuten war.

Sattlbergers enorme Zweikampfstärke

Als absichernder Sechser nimmt Sattlberger auch eine wichtige Rolle gegen den Ball ein. Sein ausbaufähiges Tempo macht er mit seiner starken Antizipation weg. Indem er das Spiel des Gegners liest, fängt er einige Pässe ab (6 / 90min) und verfügt ein über ein starkes Timing im Zweikampf (73%+). Lediglich seine Erfolgsquote in Luftduellen (39%) könnte etwas höher sein.

Nikolas Sattlberger: spielintelligentes Talent

Alles in allem verkörpert Nikolas Sattlberger einen modernen Sechser, der durch seine hohe Spielintelligenz viele Dinge einfach aussehen lässt. Gemäß dem Cruyff-Zitat „Fußballspielen ist sehr einfach, aber einfachen Fußball zu spielen, ist das Schwerste“ dürften Sattlbergers Fähigkeiten auch schon bald außerhalb Österreichs auf Interesse stoßen. Dementsprechend kann man dem talentierten Mittelfeldspieler nur wünschen, in Zukunft von Verletzungen verschont zu bleiben.

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Quellen:
wyscout.com
https://xvalue.ai/stats
transfermarkt.de
https://www.skrapid.at/

Co-Founder & Analyst bei ballorientiert

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