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Mit Vater-Sohn-Kombo zum Klassenerhalt – Clermont Foot 63 Analyse

Clermont Foot 63 stieg 2021 erstmals in die Ligue 1 auf und hielt in dieser Saison trotz zweitgeringstem Kaderwert souverän die Klasse. Ballorientiert analysiert den Außenseiter, der von einer erfolgreichen Vater-Sohn-Kombo profitiert.
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Clermont Foot 63 – seit 2021 erstmals in der Ligue 1

Auf den ersten Blick mag Clermont Foot ein unscheinbarer Verein sein, aber ein genauerer Blick lohnt sich. 2021 stiegen sie erstmals in die Ligue 1 auf und spielen im zweitkleinsten Stadion der Liga mit 13.000 Plätzen. Unter der Kontinuität ihres Trainers Pascal Gastien, der seit September 2017 im Amt ist, haben sie eine interessante Dynamik entwickelt. Besonders faszinierend ist die Rolle seines Sohnes Johan Gastien, den er 2018 nach Clermont holte.

Trotz zweitgeringstem Kaderwert starker 8. Platz für Clermont Foot

Trotz des zweitgeringsten Kaderwerts und schmerzhafter Abgänge vor der Saison wie Top-Torjäger Mohamed Bayo erreichte Clermont einen souveränen und für den Verein überragenden 8. Platz. Nachdem man in der Vorsaison als 17. den direkten Wiederabstieg verhinderte, geriet man diesem Jahr nie wirklich in Abstiegsnöte. In der Folge konnte man – insbesondere in der Schussphase der Saison – befreit aufspielen. In den letzten 10 Spielen gewann Clermont 8 und krönte seine starke Saison mit einem beeindruckenden 3:2-Auswärtssieg am letzten Spieltag gegen den Meister PSG. Von Spieltag 29 bis 38 punktete nur der Vizemeister RC Lens häufiger.

Diszipliniertes 3-4-2-1-System unter Trainer Pascal Gastien

Clermont bevorzugt ein 3-4-2-1-System und nutzt Johan Gastien als Aufbauspieler für schnelle Übergänge ins Mittelfeld. Durch die aufrückenden Schienenspieler suchen sie viele 1-gegen-1-Duelle auf dem Flügel, um gleichzeitig Platz für die Offensivspieler im Halbraum zu schaffen. Diese suchen wiederum mit ihren Läufen und Pässen die Schnittstellen in der Abwehr des Gegners. In der Defensive verteidigen sie eher abwartend, aber diszipliniert und gehen selten ins hohe Pressing.

Clermont auf Ligadurchschnittsniveau

Die Mannschaft von Clermont hat speziell in der Schlussphase der Saison ihre Möglichkeiten effizient genutzt und sich sowohl in der Offensive als auch in der Defensive bewiesen. Dass viele Performance-Daten auf Ligadurchschnittsniveau liegen, ist ein großer Erfolg für den Außenseiter.

Trainersohn Johan Gastien als Herzstück von Clermont

Wie bereits angeklungen ist Trainer-Sohn Johan Gastien so etwas wie das Herzstück der Mannschaft. Trotz Clermonts Ballbesitzquote von „nur“ 48% gehört der 35-Jährige zu den einflussreichsten Spielern der Ligue 1. Er ist immer anspielbar und ein ausgezeichneter Ballverteiler. Tatsächlich spielen und empfangen nur vier Mittelfeldspieler der Liga mehr Pässe pro 90 Minuten als Gastien.

Mit einer Passsicherheit von 88% sucht er stets Risiko und Tiefe mit seinen Pässen. Zudem initiiert er häufig den Spielaufbau, indem er nach links hinten abkippt und sich die Bälle abholt. Auch gegen den Ball ist er sehr aufmerksam und zeigt viele erfolgreiche Defensivaktionen.

Erfolgreiche Vater-Sohn-Kombo bei Clermont

Clermont hat eine beeindruckende Saison hingelegt und das für Aufsteiger oft schwierige zweite Jahr eindrucksvoll gemeistert. Die erfolgreiche Vater-Sohn-Kombo von Trainer Pascal Gastien und Johan Gastien hat dabei eine wichtige Rolle gespielt.

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Quellen:
wyscout.com
instat.com
transfermarkt.de

Co-Founder & Analyst bei ballorientiert

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