Bundesliga

Mehr als nur Gast in der Bundesliga – die 3 Erfolgsfaktoren beim 1. FC Heidenheim Analyse

Für viele Beobachter war der 1. FC Heidenheim vor dem Start der Bundesliga-Saison Abstiegskandidat Nummer 1. Nach 16 Spieltagen geht die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt mit einer doppelt so hohen Punkteausbeute wie die des Tabellensechzehnten in die Winterpause. Ballorientiert nennt drei Erfolgsfaktoren für die bisher starke Serie, die wie schon die vielen Jahre zuvor von einem großen Faktor beeinflusst wird.
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FC Heidenheim mit 10 Punkte-Polster in die Winterpause: die Erfolgsfaktoren

Die Leistungen des 1. FC Heidenheim in der ersten Bundesliga-Saison der Vereinsgeschichte sind nicht hoch genug zu würdigen. Zur Winterpause steht man auf Rang 9 der Tabelle und hat mit 20 Punkten doppelt so viele wie der auf dem Relegationsplatz überwinternde FSV Mainz 05. Für mich sind es vor allem drei Aspekte, die die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt so stark machen:

Höchste Intensität

Intensität: Dass man mit den geringsten Ballbesitzanteilen der Liga mehr dem Ball hinterherlaufen muss, ist logisch. Nichtsdestotrotz ist es beeindruckend, in welcher Intensität der Aufsteiger agiert. Sowohl was gelaufene Kilometer als auch absolvierte Sprints angeht, ist der FC Heidenheim die Nummer 1 der Liga. Ihr Image als „gallisches Dorf“ wird durch die meisten begangenen Fouls bekräftigt.

Nummer 1 bei Standards

Standards: Es gibt kaum ein Bundesligateam, das so sehr von Standardsituationen lebt wie der FCH. Die 9 erzielten Tore nach Ecken & Freistößen sind Ligaspitze. Genauer genommen lebt der Aufsteiger sogar nur von einem linken Fuß. Denn all diese ruhenden Bälle wurden von Jan-Niklas Beste ins Spiel gebracht. Mit robusten Abnehmer wie Mainka, Kleindienst & Co wird ihm diese Aufgabe allerdings auch deutlich erleichtert.

Vorne & hinten effizient

Effizienz: Schon in der letztjährigen Aufstiegssaison wusste die Schmidt-Elf mit einer hohen Kaltschnäuzigkeit viele enge Spiele zu gewinnen. Angesichts der Qualitätsunterschiede ist es umso wichtiger, diese Effizienz mit in die Bundesliga genommen zu haben. Damit ist jedoch nicht nur gemeint, dass man weniger Torschüsse pro Tor braucht als der Liga-Durchschnitt. Dazu zählt auch eine starke Abwehr-Leistung. Schließlich verzeichnet man in den für ein körperbetontes Spiel so wichtigen Defensiv-Zweikämpfen die drittbeste Quote der Liga.

Viele kleine Erfolgsfaktoren des FCH

Man könnte noch hinzufügen, dass man neben den 11 Standardtoren auch bereits 14-mal aus dem Spiel traf. Dass man sich auf ein Angriffstrio um Kleindienst, Beste und Dinkci, von denen jeder schon mindestens 5-mal traf, verlassen kann. Dass man mit Mainka über einen der statistisch zweikampfstärksten Innenverteidiger der Liga verfügt. Dass man in der Heimtabelle auf Platz 6 rangiert. Oder dass man selbst in München und Dortmund jederzeit ins Spiel zurückfinden kann und jeweils zwei Tore erzielte.

Der größte Erfolgsfaktor des 1. FC Heidenheim: Frank Schmidt

Es mögen aktuell viele Faktoren sein, die diese bisher starke Runde des 1. FC Heidenheim beeinflussen. Allerdings bleibt der gemeinsame Nenner all dieser Faktoren Frank Schmidt, dessen Name nun schon seit 16 Jahren federführend für die sportliche Entwicklung ist und folglich der größte aller Erfolgsfaktoren ist.

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Quellen:
wyscout.com
xvalue.ai
transfermarkt.de
theanalyst.com
fbref.com
bundesliga.de
1846Hoirna, Voith-Arena, CC BY-SA 3.0
Alexander Böhm, Fußballtrainer Frank Schmidt, CC BY-SA 4.0

Co-Founder & Analyst bei ballorientiert

1 Comment

  1. Man muss aber auch anmerken, dass gefühlt überdurchschnittlich viele 50:50-Entscheidungen zu Ungunsten der Heidenheimer ausgelegt werden. Hat man gestern unter anderem auch bei dem Elfmeter gesehen. Da bezweifle ich ernsthaft, dass der gegen einen etablierten Erstligisten gepfiffen worden wäre…

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