2. Bundesliga

KSC – das „S“ steht für Spektakel

Der Karlsruher Spektakel-Fußball wirkt sich inzwischen auch positiv auf die Tabellensituation in der 2. Bundesliga aus. Ballorientiert analysiert die offensive Herangehensweise der Mannschaft von Trainer Christian Eichner.
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KSC – endlich erfolgreich

Lange Zeit war es in dieser 2. Bundesliga-Saison überwiegend für den neutralen Zuschauer unterhaltsam, Spiele des Karlsruher SC zu verfolgen. Doch inzwischen hat auch der KSC-Fan großen Gefallen an den Auftritten und insbesondere Ergebnissen seiner Mannschaft gefunden.

Viele Tore beim KSC

Dass im Schnitt 3.7 Tore in Spielen mit Karlsruher Beteiligung fallen, ist nicht nur Höchstwert der Liga, sondern zeigt auch die offensive Herangehensweise der Mannschaft von Trainer Christian Eichner. Mit nun inzwischen 8 Spielen ohne Niederlage, von denen man 4 gewann, überwog dabei zuletzt die Offensivpower der defensiven Zugeständnisse. Tatsächlich kassierte man in dieser Periode in 6 von 8 Spielen mindestens zwei Gegentore und blieb dennoch ungeschlagen.

Hohe Offensivpower von Beginn an

Wie wild es in der bisherigen KSC-Saison zugeht, ist aus der Statistik abzulesen. Die 12 erzielten Tore in der Anfangsviertelstunde sind mit Abstand Liga-Bestwert. Gleichzeitig verspielte der KSC bereits 19 Punkte nach Führung – Liga-Tiefstwert. Obwohl man hin und wieder ruhigere Ballbesitzphasen einfließen lässt, steht das schnelle Spiel nach vorne im Vordergrund. Nicht umsonst ist es der KSC, der die meisten raumgewinnenden Pässe und meisten Doppelpässe spielt sowie die meisten Großchancen aus dem laufenden Spiel kreiert.

Hohes Risiko führt zu Gegentoren

Dass man hin und wieder beim Vertikalspiel das Rad überdreht, wird nicht durch das Torverhältnis von 38:36 bekräftigt. Denn das hohe Risiko führt häufig zu schmerzhaften Ballverlusten: kein Team kassierte mehr Gegentore (9) im eignen Aufbau. Zudem ist man auch aufgrund der offensiven Rollen der Außenverteidiger im 4-Raute-2-System anfällig bei Kontern.

KSC auf gutem Weg

Dass nach einem 4:3-Auswärtssieg beim HSV ein 2:2-Unentschieden zu Hause gegen Aufsteiger Wehen folgt, ist ein stückweit auch typisch für den KSC. Nichtsdestotrotz befinden sich Eichner und seine Mannschaft nach holprigem Saisonstart auf dem richtigen Weg. Die meisten Tore aus dem laufenden Spiel (34) aller Zweitliga-Teams bestätigen dies. Es ist erfrischend zu sehen, wenn eine Mannschaft den Weg der Stabilisierung über die Offensive statt Defensive wählt.


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Quellen:
wyscout.com
xvalue.ai
transfermarkt.de
theanalyst.com
fbref.com
bundesliga.de
Karlsruhersc1894, Christian Eichner KSC 2020-21, CC BY-SA 4.0

Co-Founder & Analyst bei ballorientiert

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