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Kein Karriereende: Franck Ribéry macht weiter bei US Salernitana

Er kann es nicht lassen. Auch im Alter von 39 Jahren hat Franck Ribéry noch nicht genug vom Fußball und geht in seine 20. Profi-Saison. Damit geht die Bayern-Legende bereits in ihre 4. Saison in der Serie A seit dem Abgang aus München 2019. Dabei scheint der Franzose trotz seines hohen Alters fitter als zuletzt beim FC Bayern zu sein.
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Der ewige Franck Ribéry: Frankfurt-Tor als Initialzündung?

18. Mai 2019: Es ist das letzte Spiel von Franck Ribéry im Trikot des FC Bayern. Beim entscheidenden Spiel um die deutsche Meisterschaft am letzten Spieltag gegen Eintracht Frankfurt sitzt der 36-jährige Franzose zunächst auf der Bank. Als Ribéry in der 61. Minute bis heute zum letzten Mal den Rasen der Allianz Arena betritt, führen die Bayern bereits mit 3:1. Knapp 10 Minuten später folgte dann der Moment, der wohl mitentscheidend für den Fortgang seiner Karriere war. Auf engstem Raum lässt Ribéry in seiner unnachahmlichen Art zwei Verteidiger stehen und hebt den Ball gefühlvoll über den Schlussmann der Frankfurter. Gänsehautmoment in der Allianz Arena! Als dann auch noch Arjen Robben sein Abschiedstor zum 5:1-Endstand erzielt, ist das Glück eines jeden Bayern-Fans perfekt.

Dass Franck Ribéry drei Jahre später nun immer noch auf höchstem Niveau auf dem Rasen steht, hätten wohl die wenigsten zu diesem Zeitpunkt vermutet. Doch der Franzose zeigt sich noch topfit, wie auch Schalke-Trainer Frank Kramer beim Testspiel gegen Ribérys Salernitana neulich feststellte:

Er ist fit. Er hat Spaß. Er hat noch Spaß am Kicken. Das hat man gesehen.

Ribéry fitter als beim FC Bayern

Kramers Eindruck lässt sich auch mit Zahlen belegen. Während Ribéry in seinen letzten 5 Jahren beim FC Bayern auf durchschnittlich 19 Ligaspiele pro Saison kam, waren es in Italien mit 73 Einsätze in 3 Jahren über 24. Ein Beleg dafür, dass Ribéry neben dem Spaß am Kicken auch noch den absoluten Willen besitzt, sich in der Vorbereitung für seine Mannschaft zu quälen. Nicht umsonst ist Ribéry hoch angesehen und Kapitän bei US Salernitana.

2015-2019 (Bundesliga) Zeit 2019-2022 (Serie A)
95 Spiele 73
56% Einsatzquote 64%
23 Tore 5
30 Vorlagen 13
99 Minuten/ Tor + Vorlage 278

Zwar verpasst Ribéry rund 8% weniger Spieler als beim FC Bayern, jedoch hat seine Effektivität deutlich nachgelassen. Nicht vergessen werden sollte in diesem Zusammenhang, dass Florenz und Salernitana jeweils in der unteren Tabellenhälfte bzw. Abstiegszone zu Hause sind bzw. waren. (Stats: transfermarkt.de)



Auch ohne Tore bleibt Ribéry wertvoll

Gleichzeitig verfolgt Ribéry noch ein anderes großes Ziel mit Salernitana: ein Tor. Denn in der gesamten letzten Saison konnte Ribéry lediglich 3 Torvorlagen zum sensationellen Klassenerhalt beitragen. Etwas besser lief es mit dem Toreschießen bei seiner vorherigen Station in Florenz. In 50 Ligaspielen erzielte Ribéry immerhin 5 Tore und bereitete 10 weitere vor. Ohnehin war Ribéry noch nie der große Torjäger. Eher ist der einstige Linksaußen als umtriebiger Dribbler bekannt, der zwei-drei Gegenspieler auf sich zieht. Eine ähnliche Rolle nimmt Ribéry auch gegenwärtig noch ein. Entgegen seiner Glanzzeiten kommt Ribéry allerdings nun zu 90% aus der Mitte – sei es als Mittelstürmer, hängende Spitze oder Zehner. Dass Ribéry mit seinen 39 Jahren nicht mehr jeden Schritt gegen den Ball macht, ist selbsterklärend. Dennoch kann er mit seinen Qualitäten am Ball der Mannschaft des Aufsteigers von 2021 noch viel geben. Magische Momente wie 2019 gegen Frankfurt hat er auch heute noch drin. Obendrein wirkt seine reine Präsenz auf Mit- und Gegenspieler.

Karriereende? Trainer Ribéry?

Ob es diesmal die Abschiedssaison des Fußballers Franck Ribéry wird, ist noch unklar. Klar hingegen ist: Ribéry hat noch sehr viel Spaß am Fußball und möchte es  in der kommenden nochmal allen zeigen. Dazu präsentiert sich der Franzose bereits in guter Frühform. Beim Testspiel gegen den polnischen Erstligisten Wisla Krakau steuerte Ribéry ein Tor und eine Vorlage zum 2:0-Erfolg bei. Ribéry setzt die Grundsteine für einen womöglich letzten Frühling einer legendären Karriere. Und sollte es tatsächlich das letzte Jahr als aktiver Spieler sein, müssen die Fans auch in Zukunft nicht auf den Franzosen verzichten:

Ich würde gerne Coach sein. Ich mag Carlo Ancelotti wirklich gern, als Person und die Art, wie er denkt und arbeitet. Ich habe auch Jupp Heynckes sehr gemocht, mit dem wir bei Bayern München 2013 alles gewonnen haben.
– Franck Ribéry kündigt via „Sky Sports Italia“ seine Trainerkarriere an

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Beitragsbild (Zusammenschnitt) bestehend aus:
Sven Mandel, 2019147183136 2019-05-27 Fussball 1.FC Kaiserslautern vs FC Bayern München – Sven – 1D X MK II – 0236 – B70I8535, CC BY-SA 4.0
tifoso salernitano, Coreografia in Salernitana – Palermo del 25 agosto 2018, CC BY-SA 4.0

Co-Founder & Analyst bei ballorientiert

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