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Gilardinos Genua in der Kurznalyse

Alberto Gilardino - der Weltmeister von 2006 wurde im Winter Nachfolger eines Deutschen Trainers beim CFC Genua - einige Monate später steht der vorzeitige Aufstieg und die damit verbundene Rückkehr in die Serie A fest.
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Weltmeister mit Stallgeruch

Der italienische Weltmeister von 2006 Alberto Gilardino übernahm den CFC Genua im Dezember als Nachfolger von Alexander Blessin. Zu diesem Zeitpunkt lag der Traditionsverein auf Platz 6 in der Serie B und lag einige Punkt hinter den eigenen Erwartungen zurück.

Nachdem Gilardino zuvor die U-19 Genuas erfolgreich trainierte, konnte er seinen Stempel schon bald der 1. Mannschaft aufdrücken. Seine Philosophie beinhaltet eine offensive und stets aktive Spielidee.

Alberto Gilardinos Spielstil

Mit 58% Ballbesitz ist kein Team der Liga öfter am Ball. Obwohl man die meisten Pässe der Liga spielt, steht Progression im Mittelpunkt. Mit vielen Pässen in das letzte Drittel sucht man schnell das Spiel nach vorne und schreckt auch vor Ballverlusten nicht zurück. Man peilt entweder den Raum hinter der gegnerischen Kette oder zwischen den Linien an, um entweder Tempo aufzunehmen oder sofort in das Gegenpressing zu gehen.

Im letzten Drittel sucht man selten die Flügel, bestreitet eher wenig Dribblings und schlägt nicht sonderlich viele Flanken – die Präzision von 28% ist sogar die niedrigste der Serie B.

Starke Defensive

Besonders stark ist das Spiel gegen den Ball. Unter Gilardino kassierte man erst 9 Gegentreffer in 21 Spielen. Insgesamt sind es gerade mal 22 Tore, die man zuließ – auch wenn anhand des Expected Goals Wertes von 34 Gegentreffern auch ein bisschen Glück mit von der Partie war.

Im 3-5-2 agiert Genua unter Gilardino somit stets offensiv – die beiden Halbverteidiger schieben mitunter bis tief in die gegnerische Hälfte, sodass die Absicherung lediglich aus dem zentralen Innenverteidiger und den beiden „6ern“ (häufig Badelj und Strootman) besteht.

Schlüsselspieler Gudmundsson

Dass der 1893 gegründete Club zurück in die Serie A kehrt, ist auch Albert Gudmundsson zu verdanken. Der schnelle und flexible Offensivspieler kommt am liebsten über den linken Halbraum und kreiert so viele Chancen wie kein zweiter Akteur Genuas. Im letzten Drittel besticht er durch seine Präsenz in der Box, durch sein starkes 1-gegen-1 sowie durch sein gutes Auge für den Mitspieler.

Insgesamt ist Gilardinos Genua ein sehr spannendes Projekt, das viele spannende taktische Aspekte mitbringt. In einigen Bereichen muss man sich zwar steigern, um auch in der Serie A konkurrenzfähig zu sein. Angesichts der zuletzt blendenden Form muss man dies dem CFC aber definitiv zutrauen.

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Quellen:
wyscout.com
instat.com
transfermarkt.de 

Co-Founder & Analyst bei ballorientiert

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