Bundesliga

Flair und mehr: Julian Brandt Analyse

Die neue Bundesligasaison steht vor der Tür. Einer der Schlüsselspieler beim BVB wird Julian Brandt sein. Ballorientiert analysiert den 27-jährigen "Wide Playmaker".
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Spieleranalyse: Julian Brandt

Nachdem Brandt bereits unter Marco Rose eine gute Saison spielte, bekam er in der abgelaufenen Saison auch wieder den medialen Zuspruch. In unserer Analyse erfahrt ihr mehr über die Qualitäten des Dortmunder Spielgestalters. Brandt zeichnet sich durch seine Vielseitigkeit aus und kann sowohl als offensiver Achter, Zehner oder inverser Flügelspieler agieren. Sein Spielertyp lässt sich am besten als „Wide Playmaker“ beschreiben, obwohl es auch Argumente gäbe, ihn als „Advanced Playmaker“ zu bezeichnen.

Julian Brandt: Meister der Halbräume

Ein Blick auf Brandts Heatmap zeigt, dass er hauptsächlich im (halb)linken und (halb)rechten Bereich des Spielfelds agiert. Generell ist der 27-Jährige ständig in Bewegung und wechselt kontinuierlich seine Position, um sich bestmöglich für Pässe anzubieten. Dabei fällt auf, dass er selten tief ins Mittelfeld zurückfällt, sondern eher als Spielmacher im letzten Drittel agiert.

Dank seines exzellenten Raumgefühls empfängt Brandt den Ball oft in gefährlichen Zonen und zeigt auch unter Gegnerdruck in engen Räumen technische Finesse und Übersicht, um Lösungen zu finden. Obwohl er nicht häufig in 1-gegen-1-Duellen agiert, beweist er in solchen Situationen eine beeindruckende Dribbelstärke (57%+).

Brandts Kreativität: mehr als nur Vorlagen

Besonders hervorzuheben ist Brandts Kreativität und Qualität im Passspiel, was ihn in der kommenden Saison höchstwahrscheinlich erneut zu einer Schlüsselfigur für den BVB machen wird. Dabei geht es nicht nur um den finalen Pass, sondern auch um die Initiierung von gefährlichen Situationen im Vorfeld. In der abgelaufenen Bundesliga-Saison lieferten lediglich Mario Götze und Marvin Ducksch mehr Pre-Assists als Brandt. Trotz der Vielzahl an kreativen und risikoreichen Pässen weist Brandt eine gute Passgenauigkeit von 83% auf. Insbesondere bei langen Pässen, mit denen er viele Spielverlagerungen spielt, zeigt er eine sehr hohe Präzision.

Julian Brandt: Torgefahr? Defensiv schwach?

Auch wenn Julian Brandt in den letzten beiden Bundesliga-Saisons jeweils 9 Treffer erzielen konnte, liegt seine eigentliche Torgefahr nicht in dieser Statistik begründet. Mit einem Wert von 0,13 Expected Goals pro 90 Minuten liegt er hier unter dem Ligadurchschnitt für seine Position. Dennoch erzielte der Offensivspieler aufgrund seiner starken Schusstechnik aus unterschiedlichen Distanzen eine beachtliche Anzahl an Toren.

Brandts Defensivverhalten wird mitunter kritisiert. Ein genauerer Blick auf die Zahlen relativiert diese Einschätzung jedoch. Obwohl er gelegentlich in der Defensivarbeit weniger intensiv agiert, zeigt er sehr solide Werte bei der Balleroberung und gewinnt mehr als 63% seiner defensiven Duelle.

Julian Brandt als Dortmunder Schlüsselspieler

Zusammenfassend ist Julian Brandt ein äußerst faszinierender Spieler, der seine Formdelle überwunden hat und sich zu einer Schlüsselfigur bei Borussia Dortmund entwickelt hat. Es bleibt abzuwarten, ob er seine derzeitige Form beibehalten oder sogar noch weiter steigern kann.

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Quellen:
wyscout.com
https://xvalue.ai/stats
transfermarkt.de
Steffen Prößdorf, JulianBrandtBVB2021CC BY-SA 4.0

Co-Founder & Analyst bei ballorientiert

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