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Endlich Nationalspieler? Pascal Groß Analyse

Regisseur, Aufsteiger und Meister, mittendrin: Pascal Groß. Schon im Jahr 2015, als die Schanzer den Aufstieg in die Bundesliga feierten, zeigte Groß mit beeindruckenden 30 Scorerpunkten seine Qualität. Acht Jahre später wird der 32-Jährige erstmals für das DFB-Team nominiert. Zu spät? Ballorientiert wirft einen Blick auf den Spieler von Brighton & Hove Albion und dessen Qualitäten.
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Spieleranalyse: Pascal Groß

Besser spät als nie – so lautet wohl das Motto rund um die erstmalige Nominierung von Brighton-Schützling Pascal Groß für das DFB-Team. In unserer Analyse erfahrt ihr mehr über die Qualitäten des 32-jährigen.

Pascal Groß: Vielseitig auf hohem Niveau

Kreativer Spielgestalter, Box-to-Box Mittelfeldspieler oder inverser Außenverteidiger – alleine, dass alle 3 Spielerrollen für Pascal Groß zutreffen würden, zeigt die Vielseitigkeit des spielintelligenten Groß’. Dank seinem hohen Spielverständnis ist Groß nicht nur in der Lage, verschiedene Rollen im Spiel einzunehmen, sondern diese auch an den gewünschten Spielstil seines Trainers anzupassen. So überzeugte Groß beispielsweise schon in Ingolstadt unter Ralph Hasenhüttl in einem extrem intensiven Spiel, bei dem es primär um zweite Bälle ging. Spätestens seit der Übernahme von Roberto De Zerbi in Brighton zeigt Groß seine Qualitäten aber auch in einem komplett auf Dominanz ausgelegten Ballbesitzsystem und zeigt sich auch hier als nahezu unersetzlich.

Kreativität und Passqualität

Im Spiel von Brighton bringt Groß seine – vor allem auf kurzer Distanz (91%+) – hohe Passqualität ein, indem er viele Bälle fordert und sie im Anschluss extrem präzise verarbeitet und weiterspielt. Vor allem im letzten Drittel kommt die Kreativität des erstmals von Hansi Flick nominierten Mittelfeldspielers zur Geltung. Immer wieder findet er den richtigen Moment, um das Spiel in den gegnerischen Sechzehner zu forcieren und seine Offensivspieler in Szene zu setzen. Aber auch in tieferen Positionen zeigt Groß als passstarker Spieler seine Qualitäten, indem er in der Regel die richtige Entscheidung zwischen Spiel langsam machen und Spiel beschleunigen wählt.

Groß‘ neue Torgefahr

Zusätzlich zu seinen Fähigkeiten im Spielaufbau nutzt er seine präzisen Flanken und Standardsituationen, um Torgefahr zu erzeugen, was in der vergangenen Premier League-Saison zu 17 Scorerpunkten führte. Aber auch selbst zeigte sich Groß zuletzt regelmäßig präsent in der gegnerischen Box (4 Ballkontakte pro 90 min.) und unterstrich auch dadurch erneut seine Vielseitigkeit.

Schwächen von Pascal Groß

Obwohl er dank seiner hohen Workrate auch diesen Aspekt des Spiels positiv abdeckt, gibt es natürlich auch einige Punkte, bei denen Groß Luft nach oben hat. Dem 32-Jährigen fehlt es zum einen an Dynamik und Tempo, was ihn in der ein oder anderen Situation durchaus zum Verhängnis wird. Ähnlich verhält es sich bei seinem Verhalten gegen den Ball. Sowohl in puncto Stellungsspiel als auch im Bereich Zweikampfführung gehört Groß nicht zu den Stärksten auf seiner Position.

Pascal Groß: Hoffnungsträger

Alles in allem überwiegen aber definitiv die positiven Fähigkeiten, die Pascal Groß mitbringt. Auch wenn die DFB-Elf zuletzt wenig Grund zur Freude vermittelte, kann die Nominierung definitiv als Mutmacher gelten.

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Quellen:
wyscout.com
https://xvalue.ai/stats
transfermarkt.de
https://www.brightonandhovealbion.com/

Co-Founder & Analyst bei ballorientiert

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