2. Bundesliga

Dribbler durch und durch: Jean-Luc Dompé Analyse

Jean-Luc Dompé ist seit der letzten Saison beim Hamburger SV. Der Franzose bringt extrem viele Qualitäten in der Offensive mit, aber zeigt auch eklatante Schwächen. Mehr über seine Qualitäten erfahrt ihr in unserer Analyse von ballorientiert.
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Spieleranalyse: Jean-Luc Dompé 

Der 28-jährige Hamburger gehört in einigen Bereichen sicherlich zu den stärksten Spielern der 2. Fußball-Bundesliga. In anderen Aspekten des Spiels gilt nahezu das Gegenteil, weswegen die Leistungen des Franzosen häufig zwischen Licht und Schatten wechseln. Mehr über seine Qualitäten erfahrt ihr in unserer Analyse.

Spielerprofil: Inverted Winger

Dompés größte Stärke ist zweifelsfrei sein Dribbling. Lediglich der St. Paulianer Elias Saad forciert häufiger das offensive 1-gegen-1 als der Hamburger Linksaußen. Der 28-Jährige setzt nur wenige Läufe in die Tiefe an, sondern positioniert sich konsequent an der Außenlinie, um den Ball in den Fuß gespielt zu bekommen.

Dompés Stärke im Dribbling: viele kurze Antritte und Richtungswechsel

Erhält er den Ball, arbeitet er mit sehr vielen kurzen Antritten und Richtungswechseln, um am Gegner vorbeizukommen. In starken 61% der Fälle gelingt ihm dies. Dompé sucht hierbei selten die Grundlinie, sondern permanent den Weg in die Mitte, um den Ball möglichst präzise zu flanken (50%+) oder in den gegnerischen Strafraum einzudringen.

Dompés Entscheidungsfindung: ausbaufähig

Nicht selten kommt er hierbei auch selbst in aussichtsreiche Situationen. Dass seine Torausbeute für einen Offensivspieler eher enttäuschend ist, liegt an seiner nicht immer idealen Entscheidungsfindung zwischen Abschluss, Dribbling oder Pass zum Mitspieler. Sucht er den Abschluss, meidet Dompé in der Regel seinen linken Fuß.

Sehr ballsicher?

Im Kombinationsspiel zeigt sich der Flügelspieler als durchaus ballsicher – immerhin verzeichnet er die wenigsten Ballverluste aller Offensivspieler. Auch seine Passquote von 81% deuten daraufhin. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass er nur wenige Pässe zum Überbrücken von Mittelfeld in Richtung Angriff spielt. Kein anderer HSV-Akteur spielt sogar weniger Pässe ins Angriffsdrittel als er. Auch im letzten Drittel spielt er nur wenige Pässe in die Tiefe, findet aber dafür mit seinen Hereingaben häufig die Mitspieler.

Jean-Luc Dompé: der Beste und der Schwächste

Dass Dompé offensiv viele Akzente setzt, steht außer Frage. Er ist der Hamburger Akteur mit den meisten erfolgreichen Offensivaktionen pro 90 Minuten in dieser Spielzeit. Dass er zeitgleich der Spieler mit den wenigsten erfolgreichen Defensivaktionen ist, zeigt, dass durchaus auch Schattenseiten in Dompés Spielerprofil enthalten sind.

Schwächen in der Defensive

Er meidet die Arbeit gegen den Ball schlichtweg zu häufig und verzeichnet nur wenige Balleroberungen. Die Kritikpunkte betreffen fast jeden Bereich in der Defensivarbeit. Egal ob Stellungsspiel, Intensität oder Tiefensicherung – ohne Ball ist Dompés Mehrwert für den HSV nicht gerade groß.

Umso besser, dass Tim Walters Mannschaften viel Ballbesitz für sich verbuchen. Davon profitiert definitiv der sehr dynamische und wendige Jean-Luc Dompé, wenngleich er mit einer besseren Entscheidungsfindung noch deutlich mehr Scorerpunkte für sich verzeichnen könnte.

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Quellen:
wyscout.com
xvalue.ai
transfermarkt.de

Co-Founder & Analyst bei ballorientiert

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