2. Bundesliga

Analyse Philipp Sander: Kapitän und Gegenpressing-Maschine

Kieler Eigengewächs und heute Kapitän - die Rede ist von Philipp Sander. Der Spielführer der Störche spielt eine sehr interessante Roller im Kieler Team. Wir beleuchten die Qualitäten des 25-Jährigen.
Pinterest LinkedIn Tumblr

Spieleranalyse: Philipp Sander

Auch wenn Holstein Kiel eine unglückliche Woche hinter sich hat, kann man auf einen gelungenen Saisonstart zurückblicken. Der Umbruch mit vielen Personalwechseln ist gut gelungen. Einer der Faktoren hierfür ist sicherlich der KSV-Kapitän Philipp Sander, der in einigen Bereichen zu den Top-Mittelfeldspielern der 2. Bundesliga gehört.

Philipp Sander: Benchmark der 2. Bundesliga?

In einem Bereich ist der 25-Jährige sogar die Benchmark der Liga – kein anderer Spieler erobert so viele zweite Bälle im Gegenpressing wie Sander. Aber nicht nur nach Ballverlust, auch ansonsten agiert der Kieler Spielführer sehr aktiv im Zweikampf und sucht die direkten Duelle mit dem Gegenspieler. 8 Defensivduelle führt Sander pro 90 Minuten und gewinnt außerordentlich starke 69% dieser und damit die meisten aller Kieler Akteure. Da die Kieler gerne den Gegner hoch anlaufen, fliegen zwangsläufig auch des Öfteren lange Bälle in Richtung Defensive der Störche. Auch hier kann Sander eine wichtige Rolle einnehmen, da er mit 59% klar die Mehrheit seiner Luftduelle für sich entscheidet.

Sanders Qualitäten mit Ball

Aber auch im Spiel mit Ball bringt Sander regelmäßig seine Qualitäten mit ein. Nach den beiden Innenverteidigern Kleine-Bekel und Komenda ist der ehemalige Verl-Akteur der Kieler Feldspieler mit den meisten gespielten Pässen. Starke 85% seiner 43 Pässe pro 90 Minuten bringt er an den eigenen Mitspieler. Dabei meidet er aber (zu) häufig das Risiko, weshalb es nur wenige andere Zweitligaspieler aus dem Mittelfeld gibt, die mehr Rückpässe als Sander verzeichnen. Prinzipiell sucht Sander aber immer die spielerische Lösung und vermeidet in der Regel den langen Ball. Auch wenn er noch mehr linienbrechende Pässe spielen könnte, liefert er einen wichtigen Anteil zum Kieler Übergangsspiel zwischen Defensive und Offensive. Immer wieder sucht er mit Ball am Fuß die Offensive und überbrückt dementsprechend viele Meter mit seiner guten Ballführung.

Philipp Sander: spielintelligent, aber wenig Torgefahr

Dank seiner hohen Spielintelligenz positioniert er sich bei Vorstößen regelmäßig in freien Räumen, weshalb er auch im letzten Drittel häufig anspielbar ist. Dabei absolviert der extrem laufstarke Mittelfeldspieler viele Meter und weicht auch gerne auf den Flügel aus. Im letzten Drittel spielt Sander relativ gerne den Ball hinter die gegnerische Abwehr und sucht dadurch die Tiefe. Auch wenn dies gelegentlich klappt, ist er ansonsten nicht der Kreativste im letzten Drittel. Auch seine Torgefahr könnte der zweikampfstarke Kieler noch ausbauen, um seinen Offensiv-Output zu verbessern. Schließlich stehen bislang in 66 Zweitligaspielen erst 9 Scorerpunkte auf seinem Konto.

Philipp Sander: starker Kieler Kapitän!

Alles in allem ist Philipp Sander aber eine eminent wichtige Figur im Kieler Mittelfeld. Der Kapitän weiß in seiner neuen Rolle zu überzeugen und wird auch für den weiteren Saisonverlauf der Störche eine entscheidende Rolle einnehmen.

Folge ballorientiert auf Social Media, um keine unserer fundierten Analysen zu verpassen!
Facebook – Instagram – TwitterSpotify Podcast: Inside 2. Liga

Quellen:
wyscout.com
xvalue.ai
transfermarkt.de
https://www.holstein-kiel.de/

Co-Founder & Analyst bei ballorientiert

Write A Comment

Cookie Consent mit Real Cookie Banner